Heidi Dopp: Sterben und Tod – Trauer in Zeiten von Corona

In Zeiten, in denen durch das Coronavirus das öffentliche Leben heruntergefahren werden musste, sind Familien sehr belastet: die Kinder können nicht in die Kita oder zur Schule, Eltern sind in Kurzarbeit oder im Homeoffice. Nichts ist mehr so, wie es vorher war.

Kommt jetzt noch eine schwere Erkrankung dazu oder stirbt sogar ein Familienangehöriger, fühlen sich viele Menschen gleich doppelt isoliert und allein gelassen: der Halt der Gemeinschaft fehlt, gemeinsames Weinen und Trauern, Umarmungen sind kaum möglich.
Abschied von Sterbenden und dem Verstorbenen ist nur noch äußerst eingeschränkt erlaubt.

Rituale helfen in Krisensituationen, z. B. bei Beerdigungen stärkt das anschließende Beisammensein die Trauernden.

Nur: Was tun, wenn diese Rituale nicht erlaubt sind?

Der Förderverein Häusliche Hospiz Büdelsdorf hat ein Konzept entwickelt, betroffene Menschen in dieser schmerzlichen Ohnmacht nicht alleine zu lassen und Wege der gelebten Trauer zu eröffnen.
Persönliche Begegnungen sind auch für uns nur in Ausnahmefällen möglich, allerdings gibt es zu jeder Tageszeit die Möglichkeit, mit einer Sterbe- und Trauerbegleiterin unter der Telefonnummer 0151 53227857 in Kontakt zu treten.
In Telefonaten versuchen wir dann, für Sie eine individuell zugeschnittene Möglichkeit zu finden, auch in diesen Zeiten mit Ihrem Verlust und Ihrer Trauer umzugehen.
Das gilt auch, wenn Ihr Angehöriger, eine Freundin, ein Freund schwerstkrank in einer Einrichtung der Altenpflege wohnt und von Ihnen keinen Besuch erhalten darf.

Wenden Sie sich gerne an uns. Wir helfen Ihnen weiter.